Betrug an den Studierenden – Gewählte Senatorin macht Platz für ihren Lebensgefährten

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Am 30. Juni fanden an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die Hochschulwahlen statt. Das höchste studentische Amt, das gewählt wurde, ist der Vertreter oder die Vertreterin im Senat, für den zwei Studierende entsandt werden. Hierzu durften am Wahltag die Studierenden die Kandidaten und Kandidatinnen ihrer Wahl direkt wählen.
Das höchste Amt in der Studierendenvertretung ist dementsprechend auch immer mit großer Verantwortung verbunden und soll wohl überlegt sein. Deshalb kam es bisher noch nie vor, dass jemand gewählt wurde und das Amt nicht angetreten hat.

Margarete Heinrichs (FEW) wurde mit einem Vertrauensvorschuss von 1072 Stimmen in den Senat gewählt, nimmt ihr Amt allerdings nicht an. Ihr folgt ihr Freund, Stephan Hemmerich, welcher das Amt fortan ausfüllen wird.

Die Juso-Hochschulgruppe sieht den Rücktritt äußerst kritisch. Ihr Sprecher, Michael Kick, kritisiert: “Gerade beim Senat kommt es sehr auf die Persönlichkeit an, welche die Studierendenschaft nach außen vertreten soll. Die Wähler und Wählerinnen hier so zu täuschen schadet der demokratischen Ordnung der studentischen Selbstverwaltung. Der kritischen Frage, ob das nicht schon vorher so ausgemacht war, müssen sie sich stellen!”

Die gewählte Senatorin der Jusos, Lisa Crumbach, hat sehr genau verfolgt, mit wem sie nächstes Jahr im Duo die knapp 28.000 Studierenden vertritt. “Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, mich hier zur Wahl zu stellen, wenn ich dieses Amt nicht zu 100% antreten wollen würde“, merkt Crumbach an. “Es ist nicht schön, wie hier mit dem Votum umgegangen wird. Stephan Hemmerich ist nicht der Senator, den die Studierenden gewählt haben.”

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