“Nachgefragt” im März 2017

Am 18.02. fand in Würzburg die Demonstration der Nazi-Partei  “Dritter Weg” statt. Ist die Stadt Würzburg eurer Meinung nach verpflichtet, derartige Demonstrationen zu erlauben, oder sollte sie ihnen die Erlaubnis entziehen? In Weiterlesen »

Juso-Hochschulgruppe unterstützt den offenen Brief des Florakreises an die Unileitung

Die Juso-Hochschulgruppe unterstützt den offenen Brief des Florakreises an die Unileitung, in dem eine Rücknahme der Strafanträge gegen antimilitärische Student*innen der Universität Würzburg gefordert wird. Der Brief ist hier abrufbar: http://florakreis.blogsport.de/2017/02/19/offener-brief-an-die-unileitung-wuerzburg/   Weiterlesen »

“Nachgefragt” im Januar 2017

In einem sollt ihr eure Hochschulgruppe und deren Ziele, Erfolge, Ideen und Grundsätze vorstellen. Regt zur Mitarbeit an und erklärt, warum Hochschulpolitik wichtig für euch/für alle Studierenden ist. Wir sind eine offene Weiterlesen »

“Nachgefragt” im Dezember 2016

Frage 1: „Seit langer Zeit war es die Forderung der Studierendenvertretung, nun kommen sie endlich. Die Rede ist von den Nachtbussen. Was haltet ihr davon, dass in Würzburg nun auch nachts regelmäßig Weiterlesen »

 
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“Nachgefragt” im Januar 2017

In einem sollt ihr eure Hochschulgruppe und deren Ziele, Erfolge, Ideen und Grundsätze vorstellen. Regt zur Mitarbeit an und erklärt, warum Hochschulpolitik wichtig für euch/für alle Studierenden ist.
Wir sind eine offene Gemeinschaft von Studierenden aller Fachrichtungen. Bei uns engagieren sich alle, die sich für eine sozial gerechte Hochschule einsetzen, egal ob SPD/Juso-Mitglieder, Fachschaftler*innen oder einfach aktive Studis.
Wir stehen für ein gebührenfreies Studium ohne Zulassungsbeschränkungen, gute Studienbedingungen für alle und eine geschlechtergerechte Hochschule. Wir kämpfen gegen soziale Selektion, die zunehmende Verschulung von Studiengängen und den Rückzug des Staates aus seiner Verantwortung für die Bildung. Wir wollen eine demokratische Hochschule, die allen ein selbstbestimmtes Studium unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht und ethnischen Hintergrund ermöglicht.
Dafür setzen wir uns innerhalb und außerhalb der Hochschule in Gremien, Verbänden und auch der SPD ein. Wir sind landes- und bundesweit mit anderen Hochschulgruppen vernetzt; oftmals ist man mit den Problemen an der Hochschule nicht allein und manch andere haben interessante Lösungsmöglichkeiten gefunden.
Eine andere Hochschule ist möglich, aber dafür brauchen wir dich. Komm zu uns, wir packen’s an!
Im zweiten Text sollt ihr ein konkretes aktuelles Projekt eurer HSG vorstellen.
Aktuell liegt unser inhaltlicher Fokus vor allem auf dem Thema Feminismus. Wir bedauern es sehr und empfinden es als äußerst ungerecht, dass Frauen in unserer Gesellschaft noch immer nicht die gleichen Chancen erhalten wie Männer. Die sogenannte Gläserne Decke führt dazu, dass vielen Frauen eine akademische Karriere nach ihrem Studium verwehrt bleibt. Grund sind männerdominierte Strukturen an den Hochschulen. Viele Gremien, wie beispielsweise Berufungsausschüsse zur Neubesetzung von Professuren, sind überwiegend mit Männern besetzt. Selbst für hochqualifizierte und zielstrebige Frauen ist es schwer, diese Männerbünde zu durchbrechen. Um eine Berufung zu erhalten, muss eine weibliche Professorin meist deutlich besser qualifiziert sein als ihr männlicher Mitbewerber.
Wir wollen die patriarchalen Strukturen an unserer Uni auflösen. Deshalb betreiben wir Frauenempowerment! Aktuell planen wir deshalb ein kostenloses Frauen-Rhetorik-Seminar für die Studentinnen der Uni Würzburg. Bei Interesse kann frau sich gerne bei uns melden.
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“Nachgefragt” im Dezember 2016

Frage 1:
„Seit langer Zeit war es die Forderung der Studierendenvertretung, nun kommen sie endlich. Die Rede ist von den Nachtbussen. Was haltet ihr davon, dass in Würzburg nun auch nachts regelmäßig Linienbusse fahren?“
Du willst früh in die Uni und der Bus ist voll? Wenn du abends nach einem langen Tag wieder heim willst fährt nichts mehr? Nach der Party suchst du dir lieber gleich einen Schlafplatz vor Ort, denn nachts gibt es erst recht keinen Bus?
Dass der öffentliche Nahverkehr in unserer Stadt verbesserungswürdig ist, brauchen wir dir nicht zu erklären. Aber: Unsere Vertreter*innen haben in den Verhandlungen zum Semesterticket schon viel erreicht! Wir begrüßen die Einführung der Nachtbuslinien, war es doch eine langjährige Forderung von uns. Endlich ist es auch nachts möglich den ÖPNV zu nutzen. Wir sehen die Einführung der Nachtbusse jedoch nur als ersten Schritt. Wir fordern auch weiterhin einen Ausbau des ÖPNV, insbesondere in den Abendstunden sehen wir noch viele Möglichkeiten für eine Verdichtung des Taktes bzw. eine spätere letzte Bedienung einer Haltestelle.
Fest steht: eines Tages wird eine Straßenbahnlinie zum Hubland kommen. Bis dahin heißt es dranbleiben! Wir werden uns weiter für den Ausbau des ÖPNV und bessere Radwege einsetzen. Wir setzten uns für den Erhalt eines bezahlbaren Semestertickets ein, damit alle weiterhin mobil bleiben. Das Semesterticket ist ein “Solidarticket”, d.h. alle Studierenden zahlen den selben Preis unabhängig von individueller Nutzung. Nur so bleibt es für alle bezahlbar!
Abschließend hoffen wir, dass dieses Beispiel zeigt, dass es sich lohnt sich für eine Sache einzusetzen. Auch wenn ein Vorhaben anfangs schwierig bis aussichtlos erscheint, kann es manchmal vorkommen, dass man Erfolg hat. Das Engagement in der Studierendenvertretung lohnt sich, vor allem wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das hat das Beispiel der Nachtbusse gezeigt. Wir freuen uns schon auf unsere erste Fahrt mit einem Nachtbus!
Frage 2:
„Das Semester hat schon wieder voll begonnen. Die studentischen Gremien haben sich konstituiert. Nun ist die Zeit der inhaltlichen Arbeit gekommen. Was sind eure Ziele und Forderungen für das Wintersemester?“
Über 6000 Verträge für studentische Hilfskräfte (Hiwis) werden jedes Jahr an der Universität Würzburg abgeschlossen. Dass Hiwis Rechte wie alle anderen Arbeitnehmer*innen haben, ist den meisten Hiwis aber nicht klar.
Wenn Hiwis krank sind, arbeiten sie diese Zeit oftmals an einem anderen Tag nach. Aber auch Hiwis haben ein Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Außerdem haben auch alle Hiwis ein Recht auf Urlaub, ein Recht, das ebenfalls aufgrund von Unkenntnis oft nicht wahrgenommen wird.
Unbezahlte Überstunden und extrem flexibel gehandhabte Arbeitszeiten sind außerdem oft die Regel. Auch das ist nicht rechtens!
Wir als Juso Hochschulgruppe setzen uns dafür ein, dass Hiwis über ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen aufgeklärt werden, dass sich ihre Arbeitsbedingungen verbessern und dass sie höheren Lohn bekommen. Die Einführung des Mindestlohns von 8,50€ pro Stunde kann hier nur als erster Schritt gesehen werden. Wir fordern eine weitere Erhöhung sowie auf lange Sicht einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.
Nach über 100 Jahren seit der Zulassung von Frauen zum Studium hat sich viel verändert an den Hochschulen. Inzwischen beginnen sogar mehr Frauen als Männer ein Studium.
Gleichstellung zwischen Männern und Frauen ist also doch kein Problem mehr, oder?
Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch schnell auf: Nur 16 % der Doktorand*innen sind Frauen und nur 12,5% der Professor*innen.
Zwar stieg der Frauenanteil der Professor*innenschaft an deutschen Hochschulen in den letzten Jahren an und es erhöhte sich ebenso der Anteil der Frauen bei den Habilitationen, trotzdem sind weiterhin nur 17% der Professuren in Frauenhand, an der Universität Würzburg, die somit weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt, sogar nur 12,5%.
Wir fordern deshalb: Die Hochschulen müssen weiblicher werden – und zwar nicht nur in den Hörsälen! Wir fordern brauchbare Gleichstellungskonzepte, die neben Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Studium und Familie auch endlich wirksame Instrumente, wie die Quote bei Professor*innen, einfordern.
Podiums

„Die Identitäre Bewegung und andere rechte Strömungen an der Uni Würzburg“

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion „Die Identitäre Bewegung und andere rechte Strömungen an der Uni Würzburg“
Di. 29. November um 19 Uhr am Wittel (Forum Raum 02.301)

Podiumsgäste:
Georg Rosenthal, MdL
Tanja Wolf, Politikwissenschaftlerin
Thomas Witzgall, Endstation Rechts Bayern
Constanze Borckmann, BJR (angefragt)

Die rechtsextreme Identitäre Bewegung ist auch an der Uni Würzburg sehr aktiv. Außerdem sind sie mit anderen rechten Gruppierungen in Würzburg in Verbindung. In einer Diskussion wollen wir der Frage nachgehen, wie gefährlich diese rechtsextremen Umtriebe sind.

Los geht es am 29.11. um 19 Uhr im Forum (Raum 02.301) am Wittelsbacherplatz 1.

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Juso-Hochschulgruppe kritisiert Reduzierung von Psychologie-Masterplätzen

Laut Aussagen des bayerischen Kultusministeriums ist der Bachelor in Psychologie ausreichend für die Ergreifung eines Berufs. Es scheint somit nicht länger nötig, allen Bachelorstudierenden einen dazugehörigen Masterplatz zu finanzieren. Resultat dieser Fehleinschätzung ist eine massive Kürzung der Finanzierung von Masterplätzen im Fachbereich Psychologie. Die Universität Würzburg reagierte auf diese Kürzungen mit der Streichung jedes dritten Masterplatzes. Waren es vor einem Jahr noch 84 Studierende, die einen Masterplatz im Fach Psychologie antreten konnten, können dies im Wintersemester 2016/2017 nur noch 50. Kurz vor Beginn des Semesters wurde den Studierenden mit einer Durchschnittsnote von schlechter als 1,8 mitgeteilt, dass sie für ihren Masterplatz abgelehnt wurden. Im letzten Jahr bekam man stattdessen mit 2,6 einen Masterplatz.

„Die Bachelorabsolvent*innen haben natürlich fest mit einen Masterplatz gerechnet, da es mit Ausnahme eines Semesters immer genug Plätze gab. So kurzfristig eine Absage zu erhalten, zerstört die persönliche Planung“, meint Melanie Tietze, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe Würzburg. Und weiter: „Der Bachelor im Fach Psychologie ist kein berufsqualifizierender Abschluss, wie der Arbeitsmarkt zeigt. So wird man damit weder zur Therapieausbildung zugelassen, noch erhält man zusagen von Beratungsstellen oder Schulen, da dort der Master als Grundvoraussetzung gilt. Die Reduzierung der Masterplätze ist eine absolute Katastrophe für die betroffenen Studis“.

Besonders prekär kommen auch die steigenden Zahlen an Bachelorzulassungen hinzu. “Die Tore werden vorne weit und hinten eng gemacht und wenn sich nichts ändert, treibt man noch mehr Bachelorabsolvent*innen als jetzt gerade in die Existenzlosigkeit. Denn ohne Master müssen wir umsatteln oder Hartz IV beantragen.” meint die Psychologie-Studentin Maria Heuring.

Die Juso-Hochschulgruppe Würzburg kündigt deshalb Protest an. „Die Universität handelt hier gegen die Interessen der Studierenden. Wir werden uns für die Rücknahme der Kürzung einsetzen“, so Tietze, die auch Senatorin an der Universität Würzburg ist. Weiter fordert die Juso-Hochschulgruppe Würzburg eine Erklärung der Universitätsleitung, warum der Senat, der die Zulassungszahlen beschließt, nicht über diesen Sachverhalt informiert wurde, sondern seine Mitglieder aus der Presse davon erfahren mussten.

Dass der Universität bei der mangelhaften Finanzierung durch den Freistaat hierbei aber auch die Hände gebunden sind, sehen vor allem die Juso-Hochschulgruppen Bayern als Problem. „Durch die gekürzten Zuschüsse fehlt den Universitäten das Geld für die Bereitstellung von genügend Masterplätzen. Durch die Einstufung des Psychologie-Bachelors als berufsqualifizierend beweist das Kultusministerium einmal mehr, dass es von der hochschulpolitischen Realität ziemlich wenig Ahnung hat. Wir fordern ausreichend Masterplätze für alle“, so Michael Reitmair, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Bayern.

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Komm zur Juso-Hochschulgruppe!

Im Wintersemester 2016/17 treffen wir uns jeden Dienstag um 20 Uhr in der ESG (Friedrich-Ebert-Ring 27b) zu unserer Sitzung. Wer sich für uns interessiert oder mitmachen will, ist jederzeit herzlich willkommen!

Weitere Infos gibt es auch auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/JusoHochschulgruppeWurzburg/