Juso-Hochschulgruppe begrüßt NC-Urteil aus Karlsruhe

Nach der Klage zweier Studierender vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe für eine Überarbeitung des aktuellen Numerus Clausus (NC) in der Humanmedizin ausgesprochen. Wie von Weiterlesen »

“Nachgefragt” im März 2017

Am 18.02. fand in Würzburg die Demonstration der Nazi-Partei  “Dritter Weg” statt. Ist die Stadt Würzburg eurer Meinung nach verpflichtet, derartige Demonstrationen zu erlauben, oder sollte sie ihnen die Weiterlesen »

Juso-Hochschulgruppe unterstützt den offenen Brief des Florakreises an die Unileitung

Die Juso-Hochschulgruppe unterstützt den offenen Brief des Florakreises an die Unileitung, in dem eine Rücknahme der Strafanträge gegen antimilitärische Student*innen der Universität Würzburg gefordert wird. Der Brief ist hier Weiterlesen »

“Nachgefragt” im Januar 2017

In einem sollt ihr eure Hochschulgruppe und deren Ziele, Erfolge, Ideen und Grundsätze vorstellen. Regt zur Mitarbeit an und erklärt, warum Hochschulpolitik wichtig für euch/für alle Studierenden ist. Wir Weiterlesen »

 
Podiums

„Die Identitäre Bewegung und andere rechte Strömungen an der Uni Würzburg“

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion „Die Identitäre Bewegung und andere rechte Strömungen an der Uni Würzburg“
Di. 29. November um 19 Uhr am Wittel (Forum Raum 02.301)

Podiumsgäste:
Georg Rosenthal, MdL
Tanja Wolf, Politikwissenschaftlerin
Thomas Witzgall, Endstation Rechts Bayern
Constanze Borckmann, BJR (angefragt)

Die rechtsextreme Identitäre Bewegung ist auch an der Uni Würzburg sehr aktiv. Außerdem sind sie mit anderen rechten Gruppierungen in Würzburg in Verbindung. In einer Diskussion wollen wir der Frage nachgehen, wie gefährlich diese rechtsextremen Umtriebe sind.

Los geht es am 29.11. um 19 Uhr im Forum (Raum 02.301) am Wittelsbacherplatz 1.

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Juso-Hochschulgruppe kritisiert Reduzierung von Psychologie-Masterplätzen

Laut Aussagen des bayerischen Kultusministeriums ist der Bachelor in Psychologie ausreichend für die Ergreifung eines Berufs. Es scheint somit nicht länger nötig, allen Bachelorstudierenden einen dazugehörigen Masterplatz zu finanzieren. Resultat dieser Fehleinschätzung ist eine massive Kürzung der Finanzierung von Masterplätzen im Fachbereich Psychologie. Die Universität Würzburg reagierte auf diese Kürzungen mit der Streichung jedes dritten Masterplatzes. Waren es vor einem Jahr noch 84 Studierende, die einen Masterplatz im Fach Psychologie antreten konnten, können dies im Wintersemester 2016/2017 nur noch 50. Kurz vor Beginn des Semesters wurde den Studierenden mit einer Durchschnittsnote von schlechter als 1,8 mitgeteilt, dass sie für ihren Masterplatz abgelehnt wurden. Im letzten Jahr bekam man stattdessen mit 2,6 einen Masterplatz.

„Die Bachelorabsolvent*innen haben natürlich fest mit einen Masterplatz gerechnet, da es mit Ausnahme eines Semesters immer genug Plätze gab. So kurzfristig eine Absage zu erhalten, zerstört die persönliche Planung“, meint Melanie Tietze, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe Würzburg. Und weiter: „Der Bachelor im Fach Psychologie ist kein berufsqualifizierender Abschluss, wie der Arbeitsmarkt zeigt. So wird man damit weder zur Therapieausbildung zugelassen, noch erhält man zusagen von Beratungsstellen oder Schulen, da dort der Master als Grundvoraussetzung gilt. Die Reduzierung der Masterplätze ist eine absolute Katastrophe für die betroffenen Studis“.

Besonders prekär kommen auch die steigenden Zahlen an Bachelorzulassungen hinzu. “Die Tore werden vorne weit und hinten eng gemacht und wenn sich nichts ändert, treibt man noch mehr Bachelorabsolvent*innen als jetzt gerade in die Existenzlosigkeit. Denn ohne Master müssen wir umsatteln oder Hartz IV beantragen.” meint die Psychologie-Studentin Maria Heuring.

Die Juso-Hochschulgruppe Würzburg kündigt deshalb Protest an. „Die Universität handelt hier gegen die Interessen der Studierenden. Wir werden uns für die Rücknahme der Kürzung einsetzen“, so Tietze, die auch Senatorin an der Universität Würzburg ist. Weiter fordert die Juso-Hochschulgruppe Würzburg eine Erklärung der Universitätsleitung, warum der Senat, der die Zulassungszahlen beschließt, nicht über diesen Sachverhalt informiert wurde, sondern seine Mitglieder aus der Presse davon erfahren mussten.

Dass der Universität bei der mangelhaften Finanzierung durch den Freistaat hierbei aber auch die Hände gebunden sind, sehen vor allem die Juso-Hochschulgruppen Bayern als Problem. „Durch die gekürzten Zuschüsse fehlt den Universitäten das Geld für die Bereitstellung von genügend Masterplätzen. Durch die Einstufung des Psychologie-Bachelors als berufsqualifizierend beweist das Kultusministerium einmal mehr, dass es von der hochschulpolitischen Realität ziemlich wenig Ahnung hat. Wir fordern ausreichend Masterplätze für alle“, so Michael Reitmair, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Bayern.

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Komm zur Juso-Hochschulgruppe!

Im Wintersemester 2016/17 treffen wir uns jeden Dienstag um 20 Uhr in der ESG (Friedrich-Ebert-Ring 27b) zu unserer Sitzung. Wer sich für uns interessiert oder mitmachen will, ist jederzeit herzlich willkommen!

Weitere Infos gibt es auch auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/JusoHochschulgruppeWurzburg/

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“Nachgefragt” im September 2016

1. Das  neue Semester beginnt und damit gibt es genügend neue Erstis, die euch  noch nicht kennen. Jetzt habt ihr die Gelegenheit euch hier  vorzustellen. Welche Ziele habt ihr für das neue Semester?
Wir sind eine offene Gemeinschaft von Studierenden aller Fachrichtungen. Bei uns engagieren sich alle, die sich für eine sozial gerechte Hochschule einsetzen, egal ob SPD/Juso-Mitglieder, Fachschaftler*innen oder einfach aktive Studis.
Wir stehen für ein gebührenfreies Studium ohne Zulassungsbeschränkungen, gute Studienbedingungen für alle und eine geschlechtergerechte Hochschule. Wir kämpfen gegen soziale Selektion, die zunehmende Verschulung von Studiengängen und den Rückzug des Staates aus seiner Verantwortung für die Bildung. Wir wollen eine demokratische Hochschule, die allen ein selbstbestimmtes Studium unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht und ethnischen Hintergrund ermöglicht.
In diesem Semester wollen wir uns besonders den Themen Zivilklausel, Anonymisierung von Prüfungsleistungen und der Gleichstellung widmen. Nachdem der Studentische Konvent auf unseren Antrag hin sich bereits für eine Anonymisierung von Prüfungsleistungen ausgesprochen hat, wollen wir uns nun mit den einzelnen Fakultäten um eine Umsetzung bemühen. Im Bereich Gleichstellung planen wir ein Seminar zum Thema „Rhetorik für Frauen“ anzubieten.
Dafür setzen wir uns innerhalb und außerhalb der Hochschule in Gremien, Verbänden und auch der SPD ein. Wir sind landes- und bundesweit mit anderen Hochschulgruppen vernetzt; oftmals ist man mit den Problemen an der Hochschule nicht allein und manch andere haben interessante Lösungsmöglichkeiten gefunden.
Durch unser jahrelanges Engagement in der Studierendenvertretung (StuV) konnten wir schon viele Verbesserungen für euch erreichen, ob Semesterticket oder Lohnerhöhung für die HiWis, ob Uni-Theater oder Umweltpapier.
2. Welche  Persönlichkeiten sind euch für eure politische Überzeugung und Arbeit  in der Hochschulpolitik wichtig und maßgebend? Auf wen könnt ihr euch  untereinander einigen?
Zum einen ist da Karl Marx zu nennen, dessen Ideen einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung hin zu einer Gesellschaft sich frei entfaltender Menschen unsere Vorstellung von Universität maßgeblich beeinflusst. Wir sehen das Studium nicht als Ansammeln von verwertbarem Wissen, das uns für einen bestimmten Beruf qualifiziert, sondern als eine Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung und zum “Hinausschauen über den Tellerrand”. In diesem Sinne stehen wir der Modularisierung und der Maximalstudienzeit äußerst kritisch gegenüber, da sie dem Gedanken des selbstbestimmten Lernens widerspricht. Gerade deshalb soll die Uni auch ein Ort des Lernens, nicht der kommerziellen Wirtschaftsinteressen sein. Das Konstrukt einer Service-GmbH, die Werbeflächen an gutzahlende Firmen vermietet, die Studierenden hingegen in ihrer Ausübung der politischen Informationspflicht einschränkt, kritisieren wir deshalb aufs Schärfste.
Aber auch Otto Wels, der am 23.3.1933 die letzte freie Rede im Reichstag hielt und die Grundsätze der Menschlichkeit, Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus beschwor, ist für uns noch sehr wegweisend. Der Glaube an eine freie Gesellschaft, in der mit allen Menschen, egal welcher Nationalität, Religion, Geschlecht, ect., human umgegangen wird, ist uns sehr wichtig. Deshalb treten wir auch sämtlichen Gruppierungen, die diese Gleichheit und Mitmenschlichkeit beseitigen wollen, in unzähligen Demonstrationen, Kundgebungen und Informationsveranstaltungen entgegen. Nennen sie sich WÜgida, AfD oder Identitäre Bewegung – es sind immer die gleichen intoleranten, rassistischen und menschenfeindlichen Gedanken, die eine pluralistische Gesellschaft verhindern wollen.
Von gleicher Bedeutung sind für uns Hans und Sophie Scholl und ihre Mitstreiter*innen, die für ihre politische Überzeugung an der Hochschule mit dem Tod bezahlten. Ihre Erkenntnis, dass politische Arbeit unverzichtbar für ein demokratisches Leben ist, begleitet uns in unseren hochschulpolitischen Tätigkeiten.
Als letztes ist hier noch Willy Brandt zu erwähnen, dessen Satz “Mehr Demokratie wagen” eigentlich an den Türen sämtlicher bayerischen Hochschulgremien stehen sollte. In einem Bildungssystem, das der Mehrheit der Betroffenen die Gestaltung und Partizipation am Studium versagt, indem es die übermächtige Stellung der Professor*innen gesetzlich zementiert, ist dieser Satz immer noch notwendig.
Nachgefragt

“Nachgefragt” im Juni 2016

Das Sprachrohr ist die Zeitung der Studierendenvertretung an der Universität Würzburg. Dort erscheint in jeder Aufgabe die Rubrik “Nachgefragt”. Darin beantworten die Hochschulgruppen aller Couleur aktuelle Fragen, gestellt vom Referat für Demokratie und Zivilcourage. Die komplette Ausgabe des Sprachrohr mit den Antworten der anderen Hochschulgruppen findet ihr in den Auslagen am Campus oder hier.